Tod eines Lehrers

Tod eines Lehrers

Tod eines Lehrers

Andreas Franz „Tod eines Lehrers“
Verlag: Knaur / 2010 / eBook
S. 74 (von 372)
„Er hatte sie vor acht Jahren kennen gelernt, nur vier Monate nachdem sie aus Minsk nach Deutschland gekommen war. Es war Liebe auf den ersten Blick gewesen, auch wenn sich diese Liebe an einem außergewöhnlichen Ort entwickelte – in einem Bordell, wo Natalia als Luxushure arbeitete. Ihr war es so ergangen wie so vielen anderen Frauen, die kurz nach der Wende aus den baltischen Staaten, aus Weißrussland, Russland, der Ukraine oder anderen osteuropäischen Ländern gekommen waren und immer noch kamen und die auf die falschen Versprechungen dubioser Menschenhändler hereinfielen, die ihnen eine goldene Zukunft im Westen versprachen. Unter ihnen befanden sich Lehrerinnen, Unidozentinnen, Studentinnen, Ärztinnen, die meisten hatten eine exzellente Ausbildung genossen. Viele von den Frauen, die im Bordell gearbeitet hatten, waren Akademikerinnen. Er hatte damals einen Großteil seines Ersparten zusammengekratzt – fünfzigtausend Mark -,um sie von dem Betreiber des Bordells, der gleichzeitig ihr Zuhälter war, freizukaufen.“

S. 136 (von 372)
„»Sie kennen seine Frau?«
»Nur von seinen Schilderungen, die allerdings sehr glaubhaft waren. Und nachdem ich sie einmal vor dem Haus beobachtet habe… Mein Gott, Trudchen vom Lande ist dagegen eine Hure. Kein Wunder, dass er seinen Trieb woanders ausgelebt hat.«“

S. 148 (von 372)
„Schließlich gab er zu: »Ja, ich war oft im Bordell, weil ich Schwierigkeiten hatte, Frauen anzusprechen. Wenn mir eine gefiel, war sie entweder verheiratet oder so abgehoben, dass ich mich einfach nicht mehr getraut habe. Bei dir war es anders.«“

S. 256 (von 372)
„»Ja. Sie mögen mich jetzt für eine Hure halten, aber ich hatte mit beiden ein Verhältnis. […]«“

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