Aktkalender auf der Arbeit?

Erotik-Kalender, AktkalenderIm neuen Jahr gehört der Kalender im Büro an die Wand – das ist klar. Der Mitarbeiter will schließlich stets einen leicht zugänglichen Überblick über die verbleibenden Arbeitstage haben. Aber Vorsicht: Kalender ist nicht gleich Kalender!

Wer glaubt, einen Aktkalender, also einen Kalender mit leicht bekleideten Damen sich im Gemeinschaftsbüro aufhängen zu können (egal, ob der Grund hierfür ein Scherz oder eine Provokation sein soll), irrt sich. Das wäre glatt ein Grund für eine Abmahnung, wenn nicht sogar eine Kündigung. Denn ein Erotik-Kalender im Büro gilt als sexuelle Belästigung.

Die Rundschau-Online erklärt hierzu: „Denn wer pornografische Darstellungen in Büroräumen für Kollegen sichtbar herumliegen lässt oder sogar mit Absicht aufhängt oder herumzeigt, verstößt gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Es regelt unter anderem, wo die Grenzen zur sexuellen Belästigung verlaufen – und der Playboy-Kalender im Büro zählt ganz klar als solche. Konkret verboten laut AGG ist zum Beispiel das „unerwünschte Zeigen und sichtbare Anbringen von pornografischen Darstellungen“. Dazu gehören pornografische Magazine auf dem Schreibtisch ebenso wie Nacktfotos an den Wänden, erklärt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.“
Der Kollege sollte es sich also genau überlegen, ob er sich lieber doch nicht einen 3-Monats-Kalender ohne Bilder aufhängt…

Eine Ausnahme – wie könnte es in Deutschland auch anders sein – gibt es aber auch in dieser Situation. Am Arbeitsplatz oder im Bereich, die nur von dem Mitarbeiter selbst eingesehen werden können, etwa ein Schrank oder ein Spind, kann er/sie aufhängen, wonach ihm/ihr der Sinn ist – also auch einen Aktkalender. Im rechtlichen Rahmen sollten sich aber auch dessen Bilder bewegen…

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