Aus der Hamburger Sex-Puppenwerkstatt: Fettschicht und Beckenknochen sind auch dabei

Gummipuppen.de„Liebe ohne Wiederworte“, das ist der etwas zynische Slogan des Online-Versandhauses Gummipuppen.de, spezialisiert auf den Verkauf von fast lebensechten Gummipuppen. Dahinter steht laut Hamburger Morgenpost der 44-jährige Kaufmann Michael Wendt, der sich 1998 „eher zufällig“ die Domain www.gummipuppen.de sicherte. „Sobald die Puppen die Gussform verlassen haben, sind die auch schon verkauft“, sagt der Geschäftsmann Wendt über sein Business. Der Reiz: Viele seiner Puppen sind kleine Kunstwerke, tragen Namen wie Valerie und Sophie, sind 1,65 m groß und 42 kg schwer. Sie können liegen und sitzen, haben dezentes Make-Up, tragen große weiße Schlüpfer und eher praktible BH´s. Die „Doll-Park“-Werkstatt bietet in ihrem Verkaufsräumlichkeiten im Gewerbepark Sierksdorf nahe Hamburg neben diesen ebensechten teuren Silikonpuppen, sogenannten „Mecha-Dolls“, die u.a. mit Fettschicht, echten Cellulite-Dellen, Kniefalten und fühlbaren Beckenknochen wie die „Michaela Meyer Doggystyle“ für fast 1.400 Euro angeboten werden, auch günstige Aufblasmodelle. In den Blogs ihrer zufriedenen Kunden können die Gründe nachvollzogen werden, weswegen sich Männer die sprachlosen Gefährtinnen zulegen: Da ist der Volkswirt Nils K., 44, der mit Eigentumswohnung und Teenager-Tochter ein scheinbar normales Leben führt und zuvor viele Beziehungen mit lebendigen Frauen hatte. „Aber ich zog immer nur die Frauen an, die mir nicht guttaten“, sagt Nils. Depressionen und Einsamkeit seien die Folge gewesen. Im November 2010 kaufte er Jenny, 5000 Euro wert, und ist seitdem glücklich. Sie hätten sogar heimlich geheiratet, doch statt Ring trage Jenny eine Kette, erzählt Nils. Das sei besser für die empfindlichen Finger. „Als ich da erste Mal mit ihr schlief, hat sich etwas in ihrem Blick geändert“, so der Volkswirt weiter. Die Puppe muss jedoch auch gereinigt und gepudert werden. Manchmal fühle sich Nils wie ein Altenpfleger, aber inzwischen genieße er das Gefühl, dass Jenny ihn bräuche. Sie besprächen täglich, was so ansteht, wachen zusammen auf, alles ganz normal. „Wir lieben uns“, davon ist der 44-Jährige überzeugt. Die einzigen Nachteile wären, dass Jenny nicht so viele Stellungen könne wie eine echte Frau und ihn zwinge, Soaps zu schauen.

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