John Katzenbach: Der Professor

John Katzenbach Der Professor

Der Professor

John Katzenbach „Der Professor“
Verlag: Knaur / 2010 / eBook
S. 71 (von 516)
„Sie seufzte. Es würde nicht so leicht werden, Jennifer zu finden. Im Grunde konnte sie nur hoffen, dass dem Teenager das Geld ausging, bevor ein Zuhälter sie zur Prostitution zwang oder drogenabhängig machte oder bevor sie vergewaltigt und ermordet wurde und Terri nur noch bei ihrer Mutter anrufen musste, um ihr das mitzuteilen.“

S. 287 (von 516)
„Die Sexarbeiterin, eine Thai, kauerte geschäftig zwischen seinen Beinen und verwöhnte ihn mit allzu dick aufgetragenem Enthusiasmus, als gäbe es nichts Erotischeres auf der Welt, als ihn zu befriedigen. Er hasste jedes vorgetäuschte Stöhnen, das sie von sich gab. Er hasste den glänzenden Schweißfilm auf seiner Brust. Er wusste nicht, wie die Kleine hieß, und es war ihm auch egal. Ihre Berührungen hätten ihn gelangweilt, hätte er nicht zugleich auf dem Display faszinierende Bilder verfolgt.“

Kaya Yanar: Made in Germany

Made in germany

Made in Germany

Kaya Yanar „Made in Germany“
Verlag: Heyne / 2011 / eBook
S. 66 (von 267)
„Es gibt sicherlich Menschen, die gern zum Zahnarzt gehen – das ist billiger als eine Domina, und die Ehefrau fängt nicht an zu packen, wenn sie den Termin in seinem Kalender findet.“

S. 75 (von 267)
„Die kurioseste Meldung in Sachen übertriebener Tierliebe gab es 2003: Damals kursierte das Gerücht, dass in Berlin angeblich ein eigenes Bordell für Hunde eröffnet werden sollte! Das Ganze stellte sich allerdings als Scherz heraus, und die notgeilen Rüden mussten sich anderswo umschauen – vieleicht sogar auf dem Straßenköter-Strich.“

S. 142 (von 267)
„Das Rauchverbot sorgt auch für allerlei lustige Missverständnisse: Wenn man zum Beispiel früher eine Frau frierend und rauchend auf der Straße stehen sah, dann war das meistens eine Prostituierte – heute sind es Versicherungsangestellte, die in ihren vollklimatisierten Großraumbüros nicht rauchen dürfen!

S. 143 (von 267)
„Ich kenne mich zumindest theoretisch aus. Ich komme aus Frankfurt. Auf anständige Weise verdient hier keiner sein Geld: Entweder man ist Nutte, Dealer oder Banker.“

S. 241 (von 267)
„Für Männer, die Frauen suchen und die in Discos nicht fündig werden, gibt es in Frankfurt eine ganze Reihe von mehr oder weniger reizvollen Alternativen. Wie jede Messestadt hat auch Frankfurt in der Nähe des Hauptbahnhofs ein großes und höchst lebendiges Rotlichtviertel. Für einen jungen Mann in der Pubertät hat so ein Viertel natürlich eine  besondere magische Anziehungskraft. Hin und wieder bin ich als 16- oder 17-Jähriger durch die entsprechenden Straßen geschlichen, den Blick starr nach vorn gerichtet, und habe versucht, aus dem Augenwinkel die eine oder andere Bordsteinschönheit zu betrachten. […] Ein paar Jahre später habe ich mich tatsächlich einmal in ein Bordell getraut: Ich war im „Kontakthof“ in Frankfurt. Einmal. Und nie wieder! Ich war mit ein paar Kumpels unterwegs gewesen. Wir hatten irgendetwas zu feiern, hatten im Casino 400 Mark gewonnen und sagten uns tollkühn: Die Kohle hauen wir im Puff auf den Kopf! […] Ehrlich. Ich schwöre es: Ich konnte es damals nicht, und ich kann es heute immer noch nicht. Ich habe noch nie dafür bezahlt. […] Es waren nicht die Frauen, die mich beunruhigten, sie versuchten ja nur, ihren Job so gut wie möglich zu machen. Es waren die Typen, die mir Angst machten: deutsche, notgeile Familienväter, auf deren Autoheckscheiben „Laura an Bord“ klebte; hormonüberfütterte Italiener, die bei jeder Frau wie eine Schlange züngelten und sabbernd fragten: „Quanto costa?“; türkische Halbstarke, die versuchten, mit den Damen wie auf einem Basar zu handeln: „Passt du auf: Machen wir zehn Euro billiger, dafür gebe ich dir eine Tüte Pistazien umsonst dazu, und beim nächsten  Mal meine besten Kumpels mit!“

Die Stadt der Blinden

Die Stadt der Blinden

Die Stadt der Blinden

José Saramago „Die Stadt der Blinden“
Verlag: Rowohlt / 2011 / eBook
S. 23 f. (von 299)
„Vereinfachend könnte man diese Frau der Kategorie der sogenannten Prostituierten zuordnen, doch die Komplexität gesellschaftlicher Beziehungen, der täglichen sowie der nächtlichen, der vertikalen ebenso wie der horizontalen, der hier beschriebenen Zeit, lässt es ratsam erscheinen, jegliche Tendenz zu unumstößlichen definitiven Urteilen zu mäßigen […] Kein Zweifel, diese Frau geht für Geld ins Bett, man könnte sie also ohne Umschweife als eine Prostituierte bezeichnen, da aber gewiss ist, dass sie dies nur dann tut, wenn sie es möchte und mit wem sie es möchte, sollte man sie mit aller Vorsicht eher von dieser Gruppe, als Ganzes verstanden, ausnehmen. Sie hat, wie jeder normale Mensch, einen Beruf, und wie jeder normale Mensch nutzt sie auch die Stunden, die ihr bleiben, um dem Körper einige Freuden zu verschaffen und ihre Bedürfnisse, die besonderen und die allgemeinen, hinreichend zu befriedigen.“

S. 150 f. (von 299)
„Sofort protestierten die Frauen, die alleine waren, keinen Partner hatten oder keinen festen Freund, sie seien nicht bereit, das Essen für die Männer der anderen Frauen mit dem zu bezahlen, was sie zwischen den Beinen hätten, eine von ihnen, die Achtung vor dem eigenen Geschlecht vergessend, sagte sogar dreist, Ich bin Frau genug, da hinzugehen, aber was ich damit verdiene, ist meins, und wenn es mir gefällt, bleibe ich bei denen, dann sind mir wenigstens Bett und Tisch sicher.[…]
Einige der Frauen beruhigten sich, hatten sich besonnen, aber eine andere goss plötzlich erneut Öl ins Feuer, als sie spöttisch fragte, Und was würdet ihr tun, wenn sie statt Frauen Männer verlangten, na, was würdet ihr dann tun, los, lasst mal hören. […] Hier gibt’s keine Schwulen, wagte ein Mann zu protestieren. Und keine Huren, erwiderte die Frau, die die provozierende Frage gestellt hatte […]“

Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher

Der gehetzte Uhrmacher

Der gehetzte Uhrmacher

Jeffery Deaver „Der gehetzte Uhrmacher“
Verlag: blanvalet / 2007 / eBook
S. 83 (von 480)
„»Ari, Sie haben um halb acht Ihr Büro verlassen und sind ins Hanover’s gegangen. Das wissen wir. Sie waren etwa anderthalb Stunden dort. Dann haben Sie einen Umweg von zwei Blocks in Kauf genommen, um in die Cedar Street zu gelangen. Sie kennen sich dort deshalb so gut aus, weil Sie sich da regelmäßig eine Prostituierte suchen. Gestern zwischen neun und halb zehn hat eine der Frauen mit ihrem Wagen in der Nähe der Gasse gehalten. Sie haben einen Preis vereinbart und sie bezahlt. Dann sind Sie zu ihr ins Auto gestiegen. Um ungefähr Viertel nach zehn hat sie Sie dort wieder abgesetzt. Bei dieser Gelegenheit haben Sie am Straßenrand das Geld verloren, vermutlich als Sie der Nutte ein paar Dollar extra geben oder auf Ihrem Mobiltelefon nachschauen wollten, ob Ihre Frau angerufen hat. …«“

Markus Heitz: Sanctum

Markus Heitz: Sanctum
Verlag: Knaur / 2010 / eBook
S. 102 (von 505)

Markus Heitz: Sanctum

             Sanctum

„… dann hielt er ihm den Vorhang auf.
Dahinter erwartete ihn eine Welt der Sünde.
Ein Tempel der Sünde inmitten des heiligen Roms.
[…]
Ein leicht bekleidetes Mädchen, dessen Brüste durch ein Nichts von Stoff betont statt verhüllt wurden, nahm ihn bei der Hand und führte ihn mit sanftem Zwang mit sich. Sie hätte seine Tochter sein können.“

S. 104 f. (505)
„Jean trat näher, stellte seine Sachen auf den Boden und sah an ihr vorbei aus dem Fenster. »Zieht Euch an, Madame«, sagte er freundlich. »Ich will keine käufliche Liebe von Euch.«
[…]
Erst jetzt schaute Jean sie richtig an. »Was verschafft mir das Vergnügen, Monsieur, einen Kunden zu haben und nichts tun zu müssen, um mein Geld zu verdienen?«
[…]
»Er…« Sie biss sich auf die Unterlippe, dann schluchzte sie. »Er hat mich geschlagen, mit einem Stock. Er schien sich überhaupt nicht mehr beruhigen zu können! Und dann ist er über mich hergefallen wie … wie ein Tier. Es war furchtbar, Monsieur, und glaubt mir, ich bin einiges von meinen Freiern gewohnt.«

S. 186 (von 505)
„»Nein, niemand spricht darüber. Aber wir haben Erkundigungen über den Mann eingeholt, den Ihr sterben saht. Er war ein Zuhälter und galt als Tyrann, der gerne schlug und quälte. Niemand wird ihn vermissen.«“

James Bond 01 – Casino Royale

Ian Fleming „James Bond 01 – Casino Royale“
Verlag: Amigo Grafik / 2012 / eBook
S. 18 (von 260)

James Bond 01, Casino Royale

   Casino Royale

„Im Januar 1946 erkaufte sich Le Chiffre die Kontrolle über eine als Cordon Jaune bekannte Bordellkette in der Normandie und der Bretagne. Er war dumm genug, für diesen Zweck etwa fünfzig Millionen Franc des Geldes aufzuwenden, das ihm von Leningrad-Sektion III für die Finanzierung von SODA anvertraut worden war, der oben erwähnten Gewerkschaft.
Normalerweise hätte sich das Cordon Jaune als hervorragende Investition erwiesen. […] Er hätte viel einträglichere Investitionen finden können als die Prostitution, wenn ihn nicht die Aussicht auf grenzenlosen Frauennachschub zu seinem persönlichen Gebrauch verführt hätte.
Doch das Schicksal bestrafte ihn mit erschreckender Schnelligkeit.
Kaum drei Monate später, am 13. April, wurde in Frankreich das Gesetz Nr. 46685 […] verabschiedet.
[…]
Dieses Gesetz, [las er], allgemein bekannt als „La Loi Marthe Richard“, das alle Häuser von schlechtem Ruf schloss und den Verkauf pornografischer Bücher und Filme untersagte, entzog seiner Investition praktisch über Nacht die Grundlage […]“

Edward Lee : Inferno

Edward Lee Inferno

Inferno

Edward Lee „Inferno (2)“
Verlag: Heyne / 2009 / eBook
S. 7 (von 232)
„Nicht nur die Droge forderte ihren Tribut, sondern sie war auch darüber hinaus verwirrt und durcheinander. Jemand musste sie bewusstlos geschlagen und vergewaltigt haben. So etwas passierte ihr ständig, Berufsrisiko, sie hatte sich längst damit abgefunden. Diese Arschlöcher waren zu geizig, die fünfundzwanzig Mäuse locker zu machen, also zogen sie ihr einfach eins mit dem Knüppel über und ließen sie hinterher irgendwo liegen. So musste es gewesen sein. Irgendein Freier hat mir eine verpasst und mich dann hier liegen lassen.“

S. 9 (von 232)
„Tausende von Freiern zu bedienen, konnte einen ja wohl kaum zur Hölle verdammen, oder? In der Bibel gab es immerhin auch Prostituierte, zumindest hatte sie das gehört.“

Lee Child : Zeit der Rache

Lee Child, Zeit der Rache

Zeit der Rache

Lee Child „Zeit der Rache“
Verlag: Blanvalet / 2012 / eBook
S. 40 (von 418)
„»Dann war’s allenfalls ein Verstoß gegen Treu und Glauben. Wie bei einer Nutte, die um ihren Lohn geprellt wird. Das ist keine sexuelle Belästigung.«“

S. 146 (von 418)
„»Ich begreife Sie auch nicht. Blake wollte Sie benutzen wie eine Nutte, und Sie tun so, als wäre er nach wie vor Ihr bester Freund.«“

Jilliane Hoffman : Argus

Jilliane Hoffman „Argus“

Verlag: Rowohlt / 2012 / eBook
S. 34 (von 530)
„Gabby versuchte zu schreien, aber sie konnte nicht. Sie hing nur hilflos da, ihr gefesselter Körper zuckte wehrlos. Sie dachte an ihre Mutter und Schwester in Bloomfield, die in ihren Betten lagen und süße Träume träumten. Sie fragte sich, was sie sagen würden, wenn herauskam, dass ein Fremder sie vergewaltigt hatte, mit dem sie freiwillig nach Hause gegangen war. […] Doch ihr Vater würde Gabby die Schuld geben, weil sie wie eine Nutte mit dem nächstbesten Typ aus der Bar gegangen war.“

S. 154 (von 530)

Jilliane Hoffman Argus

             Argus

„»Ich habe noch zwei Mordfälle in Florida, beide ungelöst. Einer drüben an der Westküste in St. Petersburg, der andere im Süden in Homestead. […] Vielleicht war sie eine Prostituierte. […] Noch beunruhigender ist, dass ich auch eine männliche Leiche in New Jersey gefunden habe, mit demselben Brandzeichen rechts auf der Brust. Er war wie ein Fisch aufgeschnitten und ausgeweidet worden und wurde ebenfalls auf einer Müllkippe gefunden, in Hoboken. Er hieß Kevin Flaunders. Ein zweiundzwanzigjähriger Bodybuilder und Callboy; er wurde im November 2008 gefunden.“