Alexander Dumas: Die Kameliendame

Die Kameliendame, Alexandre Dumas

Die Kameliendame

Alexander Dumas, der Jüngere „Die Kameliendame“
Verlag: Fischer / 2011 / eBook

ab S. 01; Besonders interessant:
S.125 (von 336)

„-Du verstehst, was ich verlange, sagte Marguerite zu ihr, Du wirst diesem Dummkopf immer erklären, dass ich nicht da bin oder dass ich ihn nicht empfangen will. Ich bin es müde, unaufhörlich Leute zu sehen, die nur immer dasselbe von mir wollen, mich bezahlen und sich quitt mit mir glauben. Wenn eine von denen, die dieses schimpfliche Gewerbe beginnen, wüsste, was es bedeutet, würde sie lieber Kammerfrau. Aber nein; die Eitelkeit, Kleider, Wagen, Diamanten zu haben, verführt uns alle; man glaubt an das, was man vernimmt, denn die Prostitution hat ihr Bekenntnis, und man braucht allmählich sein Herz, seinen Leib und seine Schönheit auf; man wird gefürchtet wie ein wildes Tier, verachtet wie ein Paria; man ist nur von Leuten umgeben, die einem immer mehr nehmen als geben, und man krepiert eines schönen Tages wie ein Hund, nachdem man die anderen und sich selbst zugrunde gerichtet hat.“

S.133 (von 336)

„Aber von einer Kurtisane wirklich geliebt werden, das ist ein unendlich schwieriger Sieg. Bei ihnen hat der Körper die Seele aufgebraucht, die Sinne das Herz verbrannt, die Ausschweifung den Weg zum Gefühl verlegt. Die Worte, die man ihnen sagt, sie kennen sie längst; die Mittel, die man anwendet, sie kennen sie; die Liebe sogar, die sie einflössen, sie haben sie verkauft. Sie lieben aus Beruf und nicht aus Neigung.“

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