Die Teufelin

Die Teufelin

Die Teufelin

Fay Weldon „Die Teufelin“
Verlag: dtv / 1990
S. 65 f.
„Es war sein einundfünfzigster Geburtstag, und er hatte niemanden, mit dem er ihn hätte feiern können – falls solch ein Tag eine Feier verdiente. Er hatte sich gewogen und festgestellt, dass er fast dreizehn Pfund schwerer war, als er gedacht hatte. Schlimmer noch, er hatte eine schmerzhafte Bindehautentzündung in einem Auge: Es juckte, nässte und eiterte. […] Er setzte sich in eine Ecke der Bar, so, dass sein schlimmes Auge der Bar zugewandt war und trank und sah zu, wie seine Vertreterkollegen die Mädchen abschleppten, die hereinkamen, diskrete Nachtbesucherinnen, und wusste, dass er bei ihnen nicht die geringste Chance hatte. Sein Auge roch geradezu nach Krankheit und Siechtum. Alter oder ein dicker Bauch machten ihnen nichts aus, außer dass sie die Preise hochschraubten, aber Hautkrankheiten, entzündete Augen oder wunde Stellen am Mund machten sie nervös.[…]“

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