„Diesmal verzichte ich auf die Worte ‚poppen‘ und ‚ficken’“: Zweiter erotischer Gottesdienst in Wiesbaden

CR Gina Sanders, Fotolia.com

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2012 hat der Wiesbadener Pfarrer Ralf Schmidt mit einem sexuell inspirierten Gottesdienst für einen Eklat gesorgt. Am 14. Februar soll es nun ein Comeback geben. Kein PR-Gag, wie der 47-Jährige der Frankfurter Rundschau versichert. „Wir leben in einer sexualisierten Welt (…) Gleichzeitig reden wir aber immerzu von alten Werten“, diese Annahme sei der Anstoß zu seiner außergewöhnlichen Idee gewesen. Vor dem ersten Auftritt, bei dem angeblich die Worte „poppen“ und „ficken“ verwendet werden sollten, gab es einen riesigen Medienrummel. In einem Zwiegespräch mit Gott entschied sich der Pfarrer der evangelischen Erlösergemeinde in Mainz-Kastel dann doch kurz zuvor gegen die rauen Begriffe und für positivere Atmosphäre. Es wurden Rosenblüten ausgestreut, Duftlampen angezündet und Bibelstellen vorgelesen, die zum Thema passen. Mit der Kirche hätte er keine Probleme gehabt, erzählt Schmidt. Eher mit den Tabugrenzen der Medien. Doch „wenn Gottesdienste den Nerv der Zeit treffen, dürfen sie auch mal polarisieren“, meint Schmidt. „Es kommen heute sogar Leute zu mir, die Rat in Sachen Sexualität suchen“, sagt der Pfarrer stolz.

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