Erotik-Star Sylvia Kristel aus „Emmanuelle“ ist tot

Die Hauptdarstellerin einer der ersten weltberühmten Erotikfilme, „Emmanuelle“ von 1974, ist im Alter von sechzig Jahren an Krebs gestorben. Die gebürtige Utrechterin, die anfänglich als Model für Furore sorgte und in ihren letzten Lebensjahren zurückgezogen in Amsterdam lebte, verlor am 17. Oktober den Kampf gegen den Kehlkopfkrebs und starb im Schlaf, teilte ihre Agentur-Sprecherin Marieke Verharen mit.
Die Schauspielerin und sinnliche Ikone wuchs im Hotel ihrer Eltern auf und wurde erstmals 1973 als „Miss TV Europe“ bekannt. Ein Jahr später heuerte der Regisseur Just Jaeckin sie für die Rolle als junge, abenteuerlustige „Emmanuelle“ an, die erste sexuelle Erfahrungen in Asien macht. Der Film nach der Romanvorlage von Emmanuelle Arsan sorgte in Zeiten der sexuellen Revolution für Furore, obwohl er für das heutige Auge als harmlos eingestuft werden könnte. Nach eigenen Aussagen sahen über 650 Millionen Menschen „Emmanuelle“, in einem Pariser Kino wurde der Streifen 13 Jahre lang gespielt. Kristel wurde mit ihrer zurückhaltenden, verführerischen Art, den kurzen Haaren, dem makellosen Körper und der subtilen Ausstrahlung zum Kult. Über 50 Filme drehte Kristel noch – doch sie konnte nie an ihren ersten Erfolg anknüpfen. 2006 veröffentlichte sie ihre Biographie „Undressed Emmanuelle“, in der sie von sexuellem Missbrauch in der Kindheit, Drogenproblemen und dem Fluch, von der Gesellschaft als Erotikdarstellerin kategorisiert worden zu sein, berichtet.

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