Fratze

Fratze, Chuck Palahniuk

Fratze

Chuck Palahniuk „Fratze“
Verlag: Goldmann / 2010 / eBook

S. 87 (von 278)

»“Ich wollte rosa Dreiecke, aber rosa Dreiecke sind sowieso auf allen Flicken«, sagt meine Mom. »Das ist das Nazisymbol für Homosexuelle.« Sie sagt: »Dein Vater schlug schwarze Dreiecke vor, aber das würde bedeuten, dass Shane lesbisch war. Es sieht aus wie das weibliche Schamhaar. Das schwarze Dreieck.«Mein Vater sagt: »Dann wollte ich eine grüne Bordüre, aber wie sich herausstellte, würde das bedeuten, dass Shane Prostituierter war.«“

S. 111 (von 278)

„Im Fernseher sitzen drei oder vier Leute in Sesseln auf einer niedrigen Bühne vor Studiopublikum. Sieht aus wie ein Infomercial, aber als die Kamera die einzelnen Personen heranzoomt und in Nahaufnahme zeigt, erscheint über der Brust der betreffenden Person eine kleine Schrifteinblendung. Jedes Mal steht da ein Vorname, geflogt von drei oder vier Wörtern, als wären die der Nachname, aber einer von der sprechenden Sorte á la »Wer sie wirklich sind«, so wie die Indianer sich gegenseitig nennen, […]
Gwen Arbeitet als Hure […]
Ich drücke auf einen Knopf und gebe Gwen ArbeitetAlsHure ihre Stimme zurück, um mir ein paar markante Prostituiertenweisheiten anzuhören. […]
»… um sich zu schützen, brechen die meisten Mädchen vom Strich ein kleines Stück von einer Rasierklinge ab und kleben es unter ihrem Fingernagel fest. Den Rasierklingennagel malen sie dann an, damit er wie ein normaler Fingernagel aussieht.« […]
»Wenn sie ins Gefängnis kommen«, erzählt Gwen sich selbst im Monitor, »oder wenn sie nicht mehr attraktiv sind, benutzen manche Frauen die Rasierklingennagel auch, um sich die Handgelenke aufzuschneiden.«“

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