Hans-Henning Schneidereit – Kiez-Legende „Mr. Safari“ gestorben

Mourning carFast eine Ironie des Schicksals, aber der Lebemann und Chef des Erotik-Clubs „Safari“ starb tatsächlich in den Armen seiner Ehefrau. Hans-Henning Schneidereit gründete den Club auf der Großen Freiheit bereits 1964.
Der 86-Jährige sei bereits am Donnerstag-Nacht (27.6.2013) verstorben. Um drei Uhr Uhr morgens in seinem Haus in Hausbruch schlief er ganz friedlich neben seiner Frau Emilia (53) ein.
„Mr. Safari“ nannte seinen Club „Erotic-Cabaret auf St. Pauli“. Die Adresse legendär: Große Freiheit 24. Der Eintritt in den Club unter dem gelben Leuchtwerbungs-Elefanten kostet zur Zeit fünf Euro. Im Kleingedruckten sind 25 Euro Mindestverzehr verzeichnet.
Trotz seiner Krebserkrankung kam Schneidereit täglich ins „Safari“.
Der betagte Schneidereit war einer der „Lenker auf dem Kiez, engagiert fürs Viertel, umtriebig in Strip- und Sexläden. Von 1980 bis 1992 hatte er das „Kolibri“, von 1975–1976 war er Partner im „Salambo“ – und das „Tabu“ gewann er mal bei einem Kartenspiel.“, so die BILD.
Als Mr. Safari in den Sechzigern startete, mussten die Tänzerinnen noch mit abgeklebten Brustwarzen auf die Tische steigen.
Unter den vier Millionen Besuchern in fast 50 Jahren waren auch Curd Jürgens, Udo Lindenberg oder James Last.
Mit Schneidereit ist wieder eine Lücke in die Reihe der Kiezgrößen gerissen, er folgt Erna vom „Silbersack“, Hanne Kleine aus der „Ritze“, René Durand vom „Salambo“ und dem ungekrönten Kiezkönig Willi Bartels.

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