Insomnia, schlaflos in Berlin für alle Glückseligen

insomnia-bar_300Das Insomnia ist eine Institution in der Stadt. Kaum ein Club, der mehr Aufmerksamkeit erregt. Es ist eine Insel der Glückseligen, mitten in der Großstadt Berlin, und ein Ort für den sinnlichen und spirituellen Austausch.

Raum der Möglichkeiten

Dominique, eine starke Frau mit einem einzigartigen Charisma, hat gemeinsam mit ihrem Mann diesen ‚Raum der Möglichkeiten‘ auf 400 Quadratmeter aus einem ehemaligen Ballsaal (welcher später als Kino diente) geschaffen. Ein Swingerclub, der Platz für die Erfüllung von Fantasien schafft. Nur dass ein Jeder hier seine Fantasien selbst erfüllen kann. Eine gesunde Mischung aus Party und Swingerclub. Und jeden Tag (außer am Montag) gibt es hier ein anderes Programm. Hier geht es nicht nur um das wilde Treiben, sondern mehr um die lustvolle, erotische Kommunikation auf allen Ebenen unter hedonistischen Freidenkern. Partys für erotisch offene Menschen.
domi-gb-tanten_fsk16Vögeln und gevögelt werden, so ist z.B. das Motto am Donnerstag und am Sonntag, wenn es im Insomnia heißt: GANGBANG. Kein Hintereinander, sondern ein buntes Miteinander und nur für Aktivisten. Sexuell offene Paare und Frauen, die ein erotisches Abenteuer suchen, sowie Männer die sich einfach mal bei einer Sexorgie mitmischen wollen, treiben es hier wild.

Erotische Disco

Am Wochenende wandelt sich das Insomnia mehr zu einer erotischen Disco. Aber längst nicht jeder, der rein will, kommt auch rein. Der Dresscode und Nase müssen passen, sonst heißt es hier: ‚Du kommst hier nicht rein‘. Dafür kann man dann aber an anderen Tagen interessante Leute treffen, die man im Internet kennengelernt hat, man wohnt einer erotischen Lesung bei oder trifft sich zum Schwoofen beim Tangoabend.  Alles ist möglich, im hedonistischen Freiraum.

Hedonismus, das ist ein Wort, was nur sehr schwer den Weg in unseren Sprachschatz gefunden hat. Es bezeichnet das Streben nach dekadenter Lust und Glückseligkeit auf allen Ebenen und ist ein ungeliebtes Stiefkind der Philosophie.

Text und Bilder aus der BIZ 03/2010

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