Menschenkind

Menschenkind

Menschenkind

Toni Morrison „Menschenkind“
Verlag: rororo / 1992
S. 13 f.
„[…] und da war sie wieder: die einladende Kühle unbehauener Grabsteine; und der, den sie aussuchte, um sich auf Zehenspitzen dagegenzulehnen, die Beine weit offen wie ein Grab. Rosa wie ein Fingernagel war er und von glitzernden Einschlüssen durchzogen. Zehn Minuten, sagte er. Wenn du zehn Minuten Zeit hast, mach ich ihn umsonst.
Zehn Minuten für zwölf Buchstaben. Hätte sie mit noch einmal zehn ein »Innigst geliebtes« dazubekommen? […] Bekommen hat sie das eine Wort, das zählte, und damit hatte sie sich zufriedengeben. Sie meinte, es müsse genügen, sich zwischen den Grabsteinen von dem Steinmetz bespringen zu lassen […]“

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