Playboy mit neuem Gesicht und neuen Ideen

Das Männermagazin schlechthin: Der Playboy!

Cooper heißt der neue Chef des „Playboy„-Imperiums. Der Nachname der Chefs bleibt der Alte: Hefner.
Als Papa Hefner vor 60 Jahren das legendäre Männer-Magazin gründete, ahnte er sicher nichts von den Umständen, die das Erotik-Magazin berühmt, aber eben auch empfindlich machen würden. Er wusste nichts vom Internet und seinen Möglichkeiten. Hefner Senior hätte damals noch nicht einmal prophezeien können, ob er Kinder haben würde und ob diese dann in sein später erfolgreich aufgebautes Imperium einsteigen würden.
Dass der gerade 21-Jährige Cooper „Playboy Enterprises“ übernehmen wird, freut den Grand Father der Männererotik sichtlich und so richtete Hefner eine Riesenparty in Köln aus.
Die Gratulanten konnten aber nicht nur mit guten Wünschen zum Chefwechsel aufwarten, sondern auch gleich noch den 40. Geburtstag des Blattes feiern. Darüberhinaus eröffnete die erste Amtshandlung des Juniorbosses den ersten deutschen „Playboy-Club“.
So geschehen im winterlichen Köln und Hand in Hand mit dem nicht mehr ganz ganz taufrischen Playmate Pamela Anderson. Playboy Chefredakteur Florian Boitin ließ sich zitieren: „Eine unvergessliche Geburtstagsparty in stilechtem Ambiente!“
Natürlich gab sich auch Pam Anderson ausgesprochen aufgeschlossen: „I’m so glad to be here, it is so much fun“. Die Gästeliste liest sich zwar nicht grad wie das „Who is who“ bei einer Oscarverleihung, aber immerhin konnten Sophia Thomalla, Boxerin Regina Halmich, Dana Schweiger, Magdalena Brzeska oder auch Isabel Edvardsson auf dem roten Teppich gesichtet werden. Ganz dem Haus-Motto: „Alles was Männern Spaß macht!“ folgend, gab Playmate des Jahres 2011 Daniela Sudau eine vielgelobte Burlesqueshow im Champagnerglas zum Besten.

Echte Männer beweisen sich aber natürlich auf dem Parkett des Glamour genauso wie auf den Büroteppichen und so sieht sich Cooper Hefner einer großen Herausforderung gegenüber.
Das Blatt – natürlich mit obligatorischem Internetportal – muss eine unter Dreißig-Zielgruppe erreichen, die es gewohnt ist, kostenlos und unlimited Pornografie aus dem Internet zu beziehen. Unter der Verjüngung darf aber die Kernkompetempetenz der Marke nicht leiden.
In der FTD wird Konzernchef Flanders zitiert: „Sex bekommen Sie heute im Netz, so viel Sie wollen. Aber wie man guten Sex hat, das verrät Ihnen da niemand.“ Um die neue Takelage des guten alten Seglers noch besser zu erklären, setzt er hinzu: „ein bisschen mehr ‚Cosmopolitan‘ in den ‚Playboy‘ bringen.“
Konzernchef Flanders hält große Stücke von Hugh Hefners Sohn, dem „Erben“, wie er ihn nennt. Der Junior erweist sich als deutlicher Kritiker der bornierten Engstirnigkeit in Sachen Sex in den USA und hat sich auch die Rechte der Lesben und Schwulen auf die Flaggen geschrieben. Damit navigiert er ganz im Fahrwasser des Gründervaters: „Mein Vater hat immer Philosophen, Querdenker und Liberale ins Blatt geholt.“, gab Cooper der FTD zu Protokoll.

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