Sex-Roulette wird zum Hype bei Jugendlichen in Kolumbien

Sex-Roulette

                            Sex-Roulette

Bisher war die zweitgrößte kolumbianische Stadt Medellín für ihre Drogenmafia bekannt. Jetzt gerät sie und andere kolumbianische Großstädte in die Schlagzeilen, weil, meist reiche Kids eine neue Partygestaltung erfunden haben. Sie treffen sich in einem Haus, es wird Hochprozentiges serviert und getanzt. Ist die Hemmschwelle durch genügend Alkohol und/oder Drogen auf ein Minimum reduziert, bilden die Frauen und werden von den Männern abwechselnd penetriert.
Dass niemand dabei ein Kondom benutzt, ist eine der Spielregeln. Die andere besagt,
dass sie nur kurz mit der jeweiligen Frau kopulieren. Das „Sex-Roulette“ verliert, wer ejakuliert. Wer kommt, muss die Tanzfläche unverzüglich verlassen und ist raus.
„Ich wusste nicht, dass ich auf dieser Weise schwanger werden kann. Die Jungs waren alle nur kurz in mir drin“, sagte ein 14-jähriges Mädchen. Die ratlosen Eltern wurden ebenfalls in der Zeitung „ADN“ zitiert: „Wir meinten, wir hätten sie richtig erzogen.“
Schwangerschaften bei Mädchen zwischen 10 und 19 Jahren sind im Jahr 2012 frappant gestiegen. 82 Prozent der Mädchen hätten einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen. Aus Scham meist in illegalen Einrichtungen.
Sozialarbeiterin Lina Marcela Orozco über die jüngste Entwicklung und wie man sie stoppen könne: „Diesen Teenies wird über die Medien und die sozialen Netzwerke ständig eingetrichtert, dass sie ihr Leben in vollen Zügen auskosten sollen. Dazu gehört eine Sexualität ohne Tabus.“ Das Ganze könne nur unterbrochen werden, „wenn die Mädchen ihr Selbstwertgefühl wiedergewinnen“.

Schreibe einen Kommentar