Sexier als Dinner for One und die Palastrevue zusammen

Copyright: Ellen Von Unwerth / www.kamelmennour.com

Copyright: Ellen Von Unwerth / www.kamelmennour.com

Gerade zum Jahreswechsel wird in den Medien eine Bilderflut über uns gespült: Jahresrückblicke, die Toten des Jahres, die Verlierer und Gewinner 2012, die Unglücke, Katastrophen und was Redakteure sich so einfallen lassen, damit ihre Medien geschaut, geklickt und wahrgenommen werden.
Wohltuend sticht da eine kleine, aber feine Fotogalerie der anerkannten Fotografin Ellen von Unwerth hervor.
BERLINintim wird in seiner Februarausgabe detailliert auf Von Unwerths neuesten Coup, den 350-Seiten starken und 500,00-Euro-teuren Megafotoband  „Ellen von Unwerth: The Story of Olga“ eingehen.

Wer ist eigentlich diese begnadete 1954 in Frankfurt/Main geborene Fotografin, die seit Jahrzehnten mit ihrem Ideenreichtum in der Welt der erotischen Fotografie einen Ehrenthron bekommen sollte?
Ellen von Unwerths Biografie klingt ein wenig wie die Vorlage zu einem Hollywoodstreifen: aufgewachsen im Waisenhaus auf, Mitarbeit im Zirkus, später verschafft sie sich einen Namen als Model. In ihrer Zeit als Nummerngirl und Clownsassistentin im „Zirkus Roncalli“ wird sie auf der Straße als Kosmetik-Model „gecastet“, wie man heute sagen würde.
Durch ihre Beziehung mit einem der Fotografen entdeckt Ellen von Unwerth ihre Leidenschaft: die Fotografie.
1989 erhält sie, weil die zuständigen Redakteure ihre privat gemachten Aufnahmen von Kindern in Kenia und anderes gesehen haben, einen ersten Foto-Auftrag von der französischen ELLE. Für die Kampagne des Jeans-Label Guess entscheidet sich Von Unwerth für die damals 17-Jährige und völlig unbekannte Deutsche namens Claudia Schiffer.
Berühmte Namen aus der Modewelt, mit denen Ellens Fotografie verbunden ist, sind Naomi Campbell, Eva Herzigova, Carla Bruni oder auch Amber Smith.
Aufträge für die großen Magazine sorgen für ihren unaufhaltsamen Aufstieg, ELLE, „GQ“, „Vogue“, der „Stern“ – alle wollen sie ihre Fotos drucken.
Und das aus gutem Grund, denn die Bilder der Ellen von Unwerth strahlen etwas sehr persönliches, einen beruhigenden und aufregenden Reiz gleichermaßen aus. Wer also genug hat von den kreischend lauten und „klickmich“-heischenden Bilderschauen im Netz sollte sich genüsslich zurücklehnen und vielleicht auch auf Ellen von Unwerth anstoßen.

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