„Szenen wie aus dem Rotlichtmilieu“?

Ob das sich wirklich so abgespielt hat, weiß derzeit noch keiner.

Ob das sich wirklich so abgespielt hat, weiß derzeit noch keiner.

Vehement wehrt sich die Leitung der Hildesheimer Diakonieeinrichtung „Himmelsthür“ gegen die Vorwürfe: Die „Hildesheimer Allgemeinen Nachrichten“, „Bild“ und andere Medien titelten „Sex-Skandal in Hildesheim?“
Zunächst berichtete die „Hildesheimer Allgemeinen Zeitung“, dass sich mehrere behinderte Frauen und Männer aus der Diakonie Himmelsthür laut Zeugenaussagen prostituiert hätten.
Entstanden waren die Vorwürfe aufgrund einer Anzeige vom Vater einer Heimbewohnerin. Angeblich hätten die Bewohnerinnen ihr Taschengeld mit der Prostitution aufgebessert. „Szenen wie aus dem Rotlichtmilieu“ schilderte einer der Zeugen, ein ehemaliger Zivildienstleistender, hätten sich dort abgespielt.
Der Bericht der Hildesheimer Allgemeinen ging sogar noch weiter und man will erfahren haben, dass „schwarze Zuhälterlimousinen“ die Bewohner in der Diakonieeinrichtung abgeholt hätten. Bei manchem Behinderten, die sich auch am Hildesheimer Bahnhof prostituiert hätten, sei die Bezahlung auch mittels Zigaretten erfolgt.
Mit besonders einfachen Infoblättern will die Diakonieleitung nun die Betroffenen um Mithilfe bitten, berichtete die Lokalredaktion der „Hildesheimer Allgemeinen“.
„Wir bitten jeden und jede, der oder die Angaben darüber machen kann, ob und gegebenenfalls unter welchen Umständen es zu solchen Straftaten gekommen sein könnte, sich mit den Ermittlungsbehörden oder der Diakonie Himmelsthür in Verbindung zu setzen.“ lautete der Hilfeaufruf auf der Diakonie-eigenen Webseite.
Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs. Unterdessen teilte die Staatsanwaltschaft mit, es gebe noch keinerlei Hinweise auf Straftaten. Bislang vernommenen Zeugen beriefen sich immer nur auf via Hörensagen Vernommenes.
Hildesheims Kripo-Chef Gerd Schomburg: „Wir gucken im Moment, ob es solche Fälle gibt“.
Paragraf 179 des Strafgesetzbuches ahndet den Missbrauch von widerstandsunfähigen Personen mit bis zu zehn Jahren Haft. Allein der Versuch ist schon strafbar. Der Direktor der Diakonie, Pastor Ulrich Stoebe erklärte vor den Mikrofonen des
Fernsehsenders „NDR 1 Niedersachsen“, dass die Geschäftsleitung der Diakonie genau wegen eines solchen Verdachts Anzeige erstattet habe.

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