SpürBar – Wir wollten es anders haben…

Die Leute kommen zu uns, weil wir es auch anders machen

Ein halbes Jahr ist dieser Swingerclub erst offen, genießt aber inzwischen einen Ruf, der weit über Berlin hinaus bekannt ist. Glücklicherweise ist der Ruf positiv, so dass die SpürBar – so der Name des am 29.6.2012 eröffneten Clubs in Berlin-Prenzlauer Berg – auf dem besten Wege ist, einer der bekanntesten und beliebtesten Swinger-Locations der Hauptstadt zu werden…

SpürBar

                                 SpürBar

Doch wie ist solch ein Renommee nach so einer kurzen Daseins-Zeit überhaupt erklärbar? Welche Geheimnisse und Formeln werden hier angewendet und verfolgt, die man nicht verraten darf? Wenn wir ehrlich sein sollen, dann sind es höchstens „offene Geheimnisse“, die jedem Betreiber und Gast bekannt sind, und dennoch so wenig berücksichtigt werden. In der SpürBar sind diese offenen Geheimnisse – im Gegensatz zu vielen anderen Locations – kein leeres Gerede und das macht wohl den großen Unterschied aus.

Fangen wir mit den Betreibern an: Bea und Stefan sind selbst seit über fünf Jahren aktive Swinger aus Leidenschaft und haben bei all dem erlebten Spaß stets auch ein Auge auf das Drumherum gehabt. Das führte dazu, dass „wir es anders wollten“, erklärt Stefan den Weg zum eigenen Club. Dies blieb nicht unentdeckt. In ihrem Stammclub hatten sie dann die Idee selbst Parties zu organisieren und dank einer schnellen Einigung mit dem befreundeten Betreiber stand der Montag als Veranstaltungstag fest. Da der Club an diesem Tag eigentlich geschlossen war, durften Bea und Stefan sich an den Montagen an „Herrenüberschuss-Parties“ versuchen. Der erste Versuch gelang. Auch der zweite und dritte… Die beiden aktiven Swinger bewiesen damit auch ein Händchen für das Management und um das Ganze abzukürzen, sei nur so viel gesagt, dass aus anfangs Montags stattfindenden Parties es mit der Zeit Parties an allen Montagen, jeweils zwei Donnerstagen und zwei Freitagen im Monat wurden… Die Freunde und Besucher waren begeistert und nach einem halben Jahr war die Frage nach dem eigenen Club nicht mehr weit entfernt.

Das Geheimnis schon damals waren feste Regeln, und was noch viel wichtiger ist, die Einhaltung dieser! Als der Kauf der eigenen Immobilie besiegelt war – übrigens entschieden sich Bea & Stefan für ihre jetzige Location vor allem deshalb, weil diese von der Stadt Berlin mit einer offiziellen Genehmigung für einen Swingerclub-Betrieb ausgestattet wurde – wurden die Regeln kurzerhand mit übernommen und leisten seitdem gute Dienste.

Dark Room

                             Dark Room

„Bei uns findet kein AO statt. Die Krankheiten können Liebhaber und Befürworter dieser Aktivität woanders verteilen.“ sagt Stefan. „Das Benehmen der Gäste ist entscheidend für deren Verbleib bei uns“, ergänzt Bea. Die Neu-Betreiber scheuen sich nicht, Gäste ohne Manieren vor die Tür zu setzen. Es gibt eine Kleiderordnung, die zwar ungewöhnlich ist, aber bei den Gästen und Besuchern sehr gut ankommt: Ein Handtuch ist hier kein Kleidungsstück! Wer sich ohne ungebundenes Handtuch „zu nackig“ fühlt, und an der Theke selbst nicht nackig sitzen will – was erlaubt ist – kann in der SpürBar eine Pants für 3 Euro erwerben und diese nach getanem Dienst einfach in den Mülleimer am Ausgang werfen oder behalten. Diese „Handtuch“-Regel gilt natürlich sowohl für Frauen wie auch für Männer.
„Wir achten auf den Alkoholkonsum, bevor jemand betrunken ist.“, verrät Stefan. Also auch wenn alle Getränke im Eintrittspreis inbegriffen sind, kann und wird sich hier kein Gast betrinken. Zu den Getränken sei auch noch anzumerken, dass in der SpürBar nur Original-Sorten angeboten werden, sprich man findet hier keinen Whiskey aus dem Aldi-Sortiment.
Eine der wichtigsten Regeln besagt, dass die anwesenden Frauen wie Ladies zu behandeln sind. Wer sich nicht daran hält, wird höflich, aber bestimmt verwarnt und bei ausbleibendem Lern-Erfolg hinausgebeten. „Die Menschen sind hier, weil sie Spaß am Thema haben. Dazu gehört unabdingbar der gegenseitige Respekt “, erklärt Bea. Wenn am Séparée das Schild „Zutritt verboten“ hängt, so wird dies auch eingehalten. Auch dies ist ein Ausdruck vom gegenseitigen Respekt. Damit aber der Raum nicht als Stundenhotel missbraucht wird, ist er am Montag, dem Herrenüberschuss-Tag, geschlossen. Auch eine Regel!
„Und das wichtigste für mich: wir lügen nicht! Wenn um 3 Uhr morgens „nur“ noch drei Pärchen an der Theke sitzen, einen Absacker genießen und das Telefon klingelt oder an der Tür ein Mann um Einlass bittet, so sage ich ihm, dass er gerne reinkommen mag, aber nicht mehr viel Action zu erwarten hat. Es ist mir lieber, wir verzichten an diesem Abend bzw. in dieser Nacht auf sein Eintrittsgeld, er dafür aber nicht enttäuscht nach Hause geht, weil er nicht nur nichts erlebt hat, sondern zudem noch viel Geld losgeworden ist“, erzählt uns Stefan. Ganz nach dem Motto „Fairness wird belohnt“ gehen die Beiden damit um und der Erfolg gibt ihnen recht. Solche „abgewiesenen“ Männer kehren in der Regel schon bald in die SpürBar zurück; diesmal allerdings zu humaneren Zeiten.

Das sind nur einige der Regeln, die an sich nicht unbekannt sind in der Swinger-Branche. Doch die Einhaltung dieser garantiert erst eine stetig wachsende Stammkundschaft, wie dies die SpürBar zu verzeichnen hat. Schon bei der Eröffnung waren 86 Besucher anwesend. Auf den 250 Quadratmetern (4 Spielwiesen + Dusche + Sauna + Massageraum) passen zwar locker 70 Gäste rein, doch bei 50 Menschen fühlt man sich hier am wohlsten…
Das spricht sich immer mehr herum und das wirkt sich nicht nur auf die Quantität der Gäste und Besucher aus, sondern auch auf deren Qualität. „Wir haben viele junge und attraktive Gäste bei uns.
Ansonsten kann man nur sagen, dass mit der SpürBar eine wirklich schöner und sauberer Swingerlub in Berlin entstanden ist, der den zum größten Teil aktiven Swingern neue Möglichkeiten bietet.
Wer sich selbst davon überzeugen will, sollte die SpürBar zu einem der zahlreichen Events aufsuchen; z.B. Erotik für die Sinne mit Sushi und Coctails klingt doch ganz gut, oder?

SpürBar
Immanuelkirchstr. 18
10405 Berlin