Todesärztin von „Sexy Cora“ muss nicht ins Gefängnis

SexyCora-Trauerfeier in Berlin

SexyCora-Trauerfeier in Berlin

Die Narkoseärztin wurde vom Hamburger Landgericht zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Die 56-jährige Medizinerin war wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden, weil Carolin Wosnitza, die als „sexy Cora“ Karriere machte, durch medizinische Fehler nach ihrer fünften Brust-OP gestorben war.
Der Staatsanwalt warf der Ärztin vor, „in hohem Maße fahrlässig“ gehandelt zu haben. Sie habe das Beatmungsgerät falsch bedient und nicht regelmäßig kontrolliert. Bei dem Eingriff, hatte das Pornosternchen „Cora“ einen Herzstillstand erlitten. Nach mehreren Tagen im Koma war Carolin Wosnitza am 20. Januar 2011 an einer Hirnlähmung in Hamburg gestorben. Die ehemalige „Big-Brother“-Kandidatin konnte nicht gerettet werden, weil die Angeklagte „den Alarmton des Beatmungsgerätes ausgestellt“ hatte, „um vom Piepton nicht gestört zu werden“, sagte der Anwalt von Coras Ehemann. Es war von „Horrorzuständen in der Klinik“ die Rede, „die aus Profitgier nötiges Personal einspare“.
Die Ärztin hatte gleich beim Prozessbeginn die Schuld am Tod der 23-Jährigen auf sich genommen. Sie gab allerdings nicht zu, dass sie das Alarmsignal selbst abgeschaltet habe. Sie wolle nicht mehr als Narkoseärztin arbeiten, vielmehr habe sie einen Antrag auf Rente gestellt.
Der Nebenklagevertreter forderte in seinem Plädoyer ein lebenslanges Berufsverbot für die Narkoseärztin.

Schreibe einen Kommentar