Verkommenes Statement: Der CSD boomt mit zuviel Sex und Fetisch

DSC_0029Wikipedia informiert: “ Der CSD erinnert an den ersten bekannt gewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village: In den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 fand in der Bar Stonewall Inn der sogenannte Stonewall-Aufstand statt. Zu dieser Zeit gab es immer wieder gewalttätige Razzien der Polizei in Kneipen mit homosexuellem Zielpublikum. Es kam in der Folge zu tagelangen Straßenschlachten zwischen Homosexuellen und der Polizei. Um des ersten Jahrestages des Aufstands zu gedenken, wurde das Christopher Street Liberation Day Committee gegründet. Seitdem wird in New York am letzten Samstag des Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert. Daraus ist eine internationale Tradition geworden, im Sommer eine Demonstration für die Rechte von Schwulen und Lesben abzuhalten. In Berlin, Köln und anderen deutschen Großstädten werden diese Demonstrationen jedes Jahr als Christopher Street Day oder kurz „CSD“ abgehalten.
In Deutschland fanden im Jahre 1979 in Bremen und Berlin die ersten CSD unter dieser Bezeichnung statt.“
Im Juni 2013 waren in Berlin beim 35. Christopher-Street-Day rund eine Million Menschen bei der Parade und dem CSD Finale. Die Demonstration stand 2013 unter dem Motto: „Diskriminierung“.
Doch, wie Zeit-Leser Christian Kaiser zu Recht bemerkt, ist der Christopher Street Day „zu einer Fetisch-Parade verkommen.“ Er fragt: „Wo bleibt die politische Aussage?“
Natürlich fahren seit Jahren Prominente wie Renate Künast oder Maren Kroymann mit auf den werbeüberladenen Wagen, sie wollen sicher für den guten Zweck, die eigene Position und politisch wichtige Aussagen werben.
Aber, das ist ein Paradoxum, Lesben und Schwule haben – zumindest in unseren Breitengraden – auch häufig Familien und Nachwuchs. Ist es in deren Sinne und im Auge der Öffentlichkeit, wenn eine öffentliche Parade Sex in aller Öffentlichkeit „demonstriert“ wird?
„Provokation schürt Vorurteile“ schreibt der Zeit-Kritiker Kaiser. „Aber Provokation ist der falsche Weg, um für seine Rechte zu kämpfen, denn sie lenkt von der Ernsthaftigkeit unseres Anliegens ab. Heterosexuelle demonstrieren ja auch nicht in Tanga und auf Knien rutschend für ihre Belange.“

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