Zwillingsspiel

Zwillingsspiel

Zwillingsspiel

Markus Stromiedel „Zwillingsspiel“
Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag / 2008

S.43
„Ein Windstoß wehte ihren Geruch zu ihm herüber, diese unverwechselbare Mischung aus Vanille und warmen Heu, die Selig so gut kannte und die ihn an jene Nächte erinnerte, in denen sie wach in ihren Betten lagen und auf die Geräusche lauschten, die aus dem Schlafzimmer  des Vaters drangen. Häufig, wenn ihr Vater sich für ein paar Stunden Frauen ins Haus kaufte, war Lisa zu ihrem Zwillingsbruder gekrochen und hatte sich in seinen Armen vergraben.“

S.240
„Es hatte gedauert, bis er zu dieser Stunde ein Taxi bekam. […] Der Fahrer, ein persischstämmiger Deutscher mit Gebetskettchen am Rückspiegel, vermutete in Selig einen Touristen, und die gesamte Fahrt über versuchte er ihm die verschiedensten Etablissements schmackhaft zu machen, zu denen er ihn gerne fahren würde, wie er Selig glaubhaft versicherte. Es war bald Ende des Monats, und dem Fahrer und seiner Familie hätte die Provision für einen abgeschleppten Fahrgast gutgetan.“

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